Müllerstraße

Maureen Schäffner (Architektur)
Ortwin Klipp (Fotos)

Die Wohnung liegt in einem der oberen Geschosse des umgebauten Maschinenturms eines ehemaligen Heizkraftwerks im Münchner Glockenbachviertel – ein Industriedenkmal, das nach Plänen der Berliner Architekten Léon Wohlhage Wernik zum Wohnhaus umgenutzt wurde und mit seiner Höhe von 56 Metern und den erhaltenen Kaminen die Silhouette des Viertels prägt. Die rundum verglasten Fassaden geben den Blick über die Stadt bis zu den Alpen frei.

Der Innenausbau organisiert sich um einen frei im Raum stehenden Kubus, der allseitig in Spachteltechnik verkleidet ist. Per Knopfdruck öffnet sich ein motorisiertes Element und gibt den integrierten Fernsehbildschirm frei – im geschlossenen Zustand präsentiert sich der Kubus als plastisches Objekt.

Alle übrigen Einbauten – raumhohe weiße Wandschrankwände mit grifflosem Schienenprofil, eine integrierte Bibliothek, Wandpaneele im Durchgangsbereich – sind bewusst zurückhaltend gehalten und treten hinter die großformatigen Fensterfronten zurück.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der handwerklichen Integration bauseitiger Glaskunstwerke: Im Gäste-WC sind großformatige Kunstglasplatten mit abstraktem Motiv als raumfüllende Wandverkleidung gefasst; eine weitere Glasarbeit ist als raumgliederndes Element in den Eingangsbereich eingebunden.

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