Joki Kinderkrippe

Wilhelm Hopfinger (Architektur)
Fernanda Vilela (Fotos)

Der Innenausbau dieser Kinderkrippe gliedert sich in klar voneinander unterschiedene Funktionsbereiche: Garderoben- und Flurzone, Gruppenräume, Sanitär- und Wickelbereiche sowie ein Schlafraum im Untergeschoss. Das Farbkonzept übernimmt dabei eine zentrale räumliche Orientierungsfunktion – es ist nicht dekorativ, sondern strukturell gedacht.
Prägend für Flur- und Garderobenbereiche sind die raumhohen, dunkelrot lackierten Garderobenmöbel: eine durchgehende Einheit aus Sitzbank mit Schuhfächern, Hakenleiste und Ablageregal, die als maßgefertigtes Wandelement jedem Kind einen eigenen Platz zuweist. In einem weiteren Gruppenbereich tritt dieselbe Möbeltypologie in Stahlblau in Erscheinung – gleiche Struktur, andere Farbigkeit, klar zonierend.

Die Sanitärbereiche sind mit großformatigen Waschrinnen aus Mineralguss ausgestattet; jeweils ein blauer Mosaikfliesenspiegel rahmt die Wandzone über dem Waschtisch. Der Wickelbereich ist mit einer terrakottafarbenen Mosaikfliese bearbeitet und in die Übergangszone zwischen Nassbereich und Flur eingebettet. Die Treppenhäuser sind in hellem Massivholz – Stufen, Belag und Holmrahmen der Kinderschutztore – ausgeführt und durch großzügige Oberlichtverglasungen natürlich belichtet.

Der Gruppenraum im Erdgeschoss erhält durch einen kontrastreichen anthrazitfarbenen Bodenbelag einen ruhigen Hintergrund für das lebhafte Spielmobiliar.

Projekte