Henning Larsen, München

Henning Larsen (Architektur)
Philip Kottlorz (Fotos)

Die Münchner Niederlassung des internationalen Architekturbüros Henning Larsen – gemeinsam genutzt mit dem Ingenieur- und Planungsunternehmen Ramboll – ist als durchgängiges New-Work-Konzept im Dachgeschoss eines Bürogebäudes in München-Obersendling ausgebaut. Das Großraumbüro wird durch Telefonboxen und kleinere Huddle Rooms gegliedert; Konferenzräume in verschiedenen Größen und ruhige Focus Rooms ergänzen die offene Arbeitsfläche. Den Mittelpunkt bildet ein großzügiger All-Hands-Bereich mit Cafeteria und einer durchgehenden Küchenzeile als sozialem Treffpunkt.

Ein zentrales Entwurfsprinzip ist die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit – nicht nur im Betrieb, sondern auch im Hinblick auf Rückbau und Wiederverwertung. Sämtliche Einbauten sind in Seekieferplatte ausgeführt: ein nachwachsender Rohstoff, der ohne Beschichtung oder Verbundaufbau verarbeitet ist und am Ende des Lebenszyklus sortenrein entsorgt werden kann. Die Arbeitsplatten im Küchenbereich sind in Edelstahl gehalten – ein Material, das sich nahezu vollständig einschmelzen und wiederverwenden lässt. Bewusst vermieden wurden Verbundwerkstoffe, deren Trennung im Rückbau aufwändig oder nicht möglich wäre. Raumteilende Metallkästen mit bewässerten Pflanzen zonieren die offenen Flächen und sind als eigenständige Elemente ohne feste Verbindung zur Gebäudestruktur konzipiert.

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