Dr. Beckers Central Apotheke

Prof. Markus Frank (Architektur)
Thorsten Joachim (Fotos)

Diese prominente Apotheke liegt im Münchner Stachusbauwerk, das am 26. November 1970 als damals größtes Untergrundbauwerk Europas eröffnet wurde. Mit ihm entstand eine unterirdische Ladenstadt, in der die Apotheke von Beginn an vertreten war – als erste unterirdische Offizin Münchens und damit als fester Bestandteil der Geschichte dieses ungewöhnlichen Ortes. Bis heute profitiert die Apotheke von der hohen Frequenz von etwa 250.000 Menschen, die täglich die Ladenstraßen im Untergeschoss durchqueren.

Im Rahmen der Modernisierung wurde der Verkaufsraum konsequent auf diesen außergewöhnlichen Standort zugeschnitten. Die Integration in die Ladenstraße mit zwei Ein- und Ausgängen sorgt für optimale Erreichbarkeit und einen reibungslosen Besucherfluss in beide Richtungen. Prägend ist ein individuelles Beratungskonzept, das trotz hoher Lauffrequenz Raum für persönliche Gespräche schafft, ergänzt durch einen Kommissionierautomaten, der die schnelle und zuverlässige Ausgabe der Medikamente gewährleistet.

Gestalterisch prägend sind die geschwungenen, organisch fließenden Raumlinien, über denen sich eine markante runde Deckenstruktur aus radial angeordneten Holzlamellen aufspannt. Gerundete Verkaufstresen aus hellem Holz mit feiner Lamellenstruktur und Natursteinelementen, grün leuchtende Beratungsleuchten und spiralförmige Metallobjekte als Blickfang verleihen dem Raum eine warme, zugleich unverwechselbare Atmosphäre.

So entstand eine Apotheke, die ihre lange Tradition an einem der belebtesten Orte Münchens mit den Anforderungen an einen modernen, effizienten Apothekenbetrieb verbindet.

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